Weitere Veranstaltungen in Berlin

Körper unter Kontrolle

Di 19 Mai Türen öffnen um 18:30! Event fängt um 19:00 Uhr an und endet um 22:00. Bleibt aber gerne noch für ein Bier!
Das Gift, Donaustraße 119
12043, Berlin
Tickets Preis Mng.
Standard €2.50
Spende Pint of Science helfen

Verbleibende Tickets: 20

Feminismus und Medizin, Wirkstoffdesign und arbeitende Bakterien. Ein Abend über Körper, Kontrolle und neue Biotechnologien.

Apokalypse Frau. Über Feminismus, Föten und Frauenhass

Dr. Birgit Kolboske (Researcher at Max Planck Institute for History of Science)
In der christlichen Tradition steht die Apokalypse für Weltuntergang und Unheil. Aus feministischer Perspektive scheint sie jedoch längst begonnen zu haben: in Form gesellschaftlicher Rückschritte, patriarchaler Machtstrukturen und des wachsenden Einflusses populistischer und religiöser Ideologien. Verschwörungserzählungen aus der Mannosphäre treffen dabei oft auf mehr Resonanz als Vernunft und Wissenschaft. Der Vortrag fragt, wie Schwarz-Weiß-Denken und Demagogie politische Entscheidungen prägen, etwa beim Kampf um die Selbstbestimmung von Frau|en*, zum Beispiel in der Abtreibungsgesetzgebung.
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Dating für Moleküle: Wie wir Medikamente designen

Dr. Jovan Dragelj (Computational Chemist at HotSpot Therapeutics)
Was haben Medikamente und Dating gemeinsam? Es muss einfach passen.

In unserem Körper wirken Proteine wie winzige Maschinen – und ein Medikament funktioniert nur, wenn es genau zu ihnen „passt“. Aber woher wissen wir eigentlich, ob zwei Moleküle ein gutes Match sind?

In diesem Vortrag zeige ich, wie wir mit Computermodellen vorhersagen, ob ein Wirkstoff in ein Protein passt – lange bevor er im Labor getestet wird. Mit einfachen, anschaulichen Beispielen (und vielleicht einem etwas ungewöhnlichen Modell) wird klar, wie frühe Wirkstoffentwicklung wirklich funktioniert.
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Ein neuer Speiseplan und Lohnarbeit für Bakterien

Dr. Jan Lukas Krüsemann (Post Doc at Charité Universitätsmedizin Berlin)
Wir stellen heute unglaublich viele Produkte aus Erdöl her. Dabei können Bakterien theoretisch ebenfalls viele dieser Produkte herstellen. Das Problem ist, dass sie dafür Zucker benötigen. Mit meiner Forschung ändere ich den Speiseplan der Bakterien so, dass sie statt Zucker CO2 futtern. Außerdem optimiere ich die Arbeitsbedingungen der Bakterien, dass sie statt Zwangsarbeit faire Lohnarbeit verrichten und dadurch glücklicher bei der Arbeit sind. Denn: Nur glückliche Bakterien sind langfristig auch produktive Bakterien.
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